Yin Yoga

Yin Yoga die Kunst des Geschehenlassens

 

Yin Yoga ist ein langsamer, meditativer Yogastil mit einer starken Tiefenwirkung. Dieser Yoga beinhaltet vor allem Stellungen auf dem Boden, die lange Zeit möglichst unbeweglich und entspannt gehalten werden. Es ist das ergänzende Gegenstück zu den heute vorwiegend dynamischen Yangformen des Yoga. Den Körper für einige Minuten tiefer in eine Stellung sinken zu lassen, hilft sowohl dem Körper als auch dem Geist, zu entschleunigen und ruhiger zu werden. Yin Yoga ist daher eine Praxis, in der wir uns viel Raum und Zeit nehmen, um die Wirkung der Asanas (Haltungen) auf den subtilen Ebenen zu erleben. Auf der körperlichen Ebene wirkt Yin Yoga vor allem auf die Faszien und das Bändergewebe der Hüften, Oberschenkel, des Beckens, des unteren Rückens und der Schultern.

 

Yin und Yang (oder Tamas und Rajas aus dem Yoga) ist ein Wortpaar, das bekannt ist. Das schwarze Yin ((dunkel, weich, kalt, weiblich, kalt, ruhig) und das weisse Yang (hell, hart heiss, männlich, aktiv) ergänzen sich wechselseitig - es gibt kein reines Yin oder Yang. Yin und Yang bedingen einander und können nicht ohne einander sein. Sie befinden sich in einem konstant verändernden dynamischen Gleichgewicht. 

 

Veränderung findet statt, wenn wir loslassen. Was lassen wir aber los?

Wir lassen das Anhaften an Rollen und Identitäten los und die Erwartung, dass wir die letzte Kontrolle über alles haben können. Im Gegenzug kann Vertrauen entstehen und Anspannung weichen. 

 

 

Jenseits ist Fülle, diesseits ist Fülle,

aus der Fülle kommt die Fülle hervor.

Nimmt man die Fülle aus der Fülle,

 so bleibt nichts als Fülle."

  (Katha-Upanishad)